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SkyFlight: IATA fordert weltweit einheitliches Klima-Vorgehen  08.12.2009

Die International Air Transport Association (IATA) hat in Kopenhagen die Ziele der Luftfahrtbranche zum Klimaschutz bekräftigt. Fluggesellschaften, Flughäfen, Flugsicherung und Hersteller fordern ein weltweit einheitliches Vorgehen zur Reduzierung der Emissionen im Luftverkehr. Gemeinsam haben sie sich zum Ziel gesetzt, die Treibstoffbilanz bis 2020 um durchschnittlich 1,5 Prozent pro Jahr zu verbessern, den Schadstoffausstoss bis 2020 durch CO2-neutrales Wachstum zu stabilisieren und bis 2050 eine Reduzierung der Emissionen – verglichen mit 2005 - um 50 Prozent zu erreichen.

In einer Präsentation zur Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen in Kopenhagen sagte Giovanni Bisignani, Director General und CEO der IATA: „Wir sind die einzige global agierende Branche, die mit einer starken Erfolgsgeschichte und dem klaren Bekenntnis, unseren Schadstoffausstoss bis 2050 zu halbieren, nach Kopenhagen kommt. Dieses Ziel verdeutlicht, dass die Luftfahrtbranche selbst gegenüber ihren Regulierungsbehörden einen Schritt voraus ist, wenn es um den Umgang mit dem Klimawandel geht.“

Die Rede Bisignanis war Teil eines offiziellen Treffens der International Civil Aviation Organisation (ICAO), der Luftfahrt-Organisation der Vereinten Nationen. Das Kyoto-Protokoll überträgt der ICAO die Verantwortung für die weltweiten Emissionen im Flugverkehr. In den 65 Jahren ihres Bestehens hat die ICAO gemeinsam mit der Luftfahrtbranche weltweite Standards entwickelt, die Regierungen auf der ganzen Welt zur Sicherung von Sicherheit, Effizienz und Klimaschutz in der Luftfahrt umgesetzt haben.

Der weltweite Ansatz der Luftfahrtindustrie zum Management der Schadstoffemissionen durch die ICAO sichert faire Voraussetzungen und basiert auf drei Hauptbestandteilen:

• Berechnung der Luftfahrt-Emissionen weltweit, nicht auf Basis einzelner Staaten.
• Weltweite Koordination von Massnahmen, die sicherstellen, dass die Luftfahrtbranche Emissionsabgaben nicht mehr als einmal bezahlt.
• Zugang zu den weltweiten Märkten für Emissionshandel.

Mit ihrer Vier-Säulen-Strategie arbeitet die Branche bereits heute auf ihre Klimaziele hin. Die Strategie beinhaltet neue Technologien, intelligenteres Fliegen, eine effizientere Infrastruktur und positive wirtschaftliche Maßnahmen.

„Diese gemeinsame Strategie der Branche ist nicht nur eine Worthülle. Die Vermeidung von Umwegen, die Ausweitung von Best-Practise-Beispielen im Treibstoffmanagement sowie effizientere Landevorgänge sind einige der Massnahmen, die wir zur Reduzierung der Treibstoffemissionen umsetzen. Seit 2004 hat unsere Vier-Säulen-Strategie bereits über 70 Millionen Kohlendioxid eingespart. Im vergangenen Jahr lag der Emissionsausstoss der Luftfahrtbranche bei knapp unter 670 Millionen Tonnen CO2. Dieser Wert wird in diesem Jahr um 7 Prozent sinken – um 5 Prozent aufgrund der Rezession und um 2 Prozent als direktes Ergebnis unserer Strategie“, sagt Bisignani.

Mit Blick in die Zukunft betonte Bisignani das Potenzial umweltverträglicher Biotreibstoffe. „Vor einigen Jahren waren sie noch eine Wunschvorstellung. Heute können wir verkünden, dass fünf Fluggesellschaften Biotreibstoffe erfolgreich getestet haben. Sie sind sicher und eröffnen die Möglichkeit, unseren CO2-Fussabdruck innerhalb der Nutzungsdauer von Öl um bis zu 80 Prozent zu reduzieren. Wir erwarten eine Zulassung spätestens 2011. Wir waren bei unseren Hausaufgaben fleissig. Nun sind die Regierungen gefordert, die entsprechenden rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen zu schaffen, um ihre Kommerzialisierung und Verbreitung voranzutreiben.“

Der Luftfahrtverband IATA (International Air Transport Association) repräsentiert rund 230 Fluggesellschaften weltweit, die 93 Prozent des internationalen Luftverkehrs ausmachen.


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